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Treffpunkt Gipfelkreuz

Bergaufstieg: Los geht es im Tal und dann den Gipfel im Blick. Mal ist er sichtbar, mal verdeckt. Ein Schritt reiht sich vor den anderen – unterbrochen durch Pausen und umweht von Gedanken: „Werde ich das packen oder nicht?“ Jeder Schritt, den man vorwärts geht muss man auch wieder zurück. Doch dann schaffst du es und kommst am Gipfelkreuz an. Ausblick, Weite und Durchatmen: Hier treffen sich Himmel und Erde.

Gipfelkreuze haben mit Karfreitag und Ostern zu tun. Jesus Christus macht sich damals auf einen beschwerlichen Weg. Und nimmt Abschied von seinen Jüngern, denn das letzte Stück des Weges geht er alleine. Und es fällt ihm nicht leicht. Er kämpft im Gebet, ob sein Vater im Himmel ihm den Tod am Kreuz nicht ersparen kann. Doch er geht den Aufstieg für uns Menschen im liebevollen Gehorsam weiter.

Jesus Christus ist hoffnungvoll, weil er seinem Vater vertraut, der die Macht über Leben und Tod hat. Deshalb sagt er zu seinen Jüngern: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. (Johannes 16,22)

Am Gipfelkreuz kommen Himmel und Erde zusammen: Der Tod von Jesus Christus an Karfreitag und seine Auferweckung an Ostern. Da öffnet sich der Himmel. Deshalb gibt es Freude für uns vor, mitten und nach schwierigen Zeiten, weil wir durch den Glauben an Jesus Christus Gott „Vater“ nennen dürfen. Und das gilt zu jeder Zeit: ob wir gerade aufsteigen, oben sind oder absteigen.

Wir tragen das Gipfelkreuz der Freude in uns: Himmel und Erde treffen sich für andere in deinem und meinen Leben. Und in unserer Gemeinde, weil Gott der Herr über Leben und Tod ist. Deshalb dürfen wir hoffnungsvoll in die Zukunft schauen und uns immer wieder an diesem Gipfelkreuz treffen.

Pastor Artur Wiebe