Leben loben: „Das hast du toll gemacht!“ Gelobt werden ist etwas Schönes. Man bekommt Aufmerksamkeit. Doch Lob annehmen ist nicht immer leicht. Manche sind es von Haus aus nicht gewöhnt. „Nicht geschimpft ist genug gelobt!“, hieß es damals.
Wen kann ich loben und bei wem muss ich eher zurückhaltend sein? Eine berechtigte Frage in einer Zeit, in der die realistische Selbsteinschätzung hinten an steht: die einen halten große Stücke auf ihren Gesang und bewerben sich bei Wettbewerben. Und die anderen stapeln so tief, dass sie es nicht wagen, zu ihrem Talent zu stehen. Beides nicht gerade lobenswert.
Leben loben? Ein Mensch ist ein Lob oder ein Blamage: für seine Eltern, für seine Freunde oder für seine Firma. Jeder ist in irgendeiner Form ein Aushängeschild. Als Christ dann auch für seine Gemeinde. Und vor allem für Gott. Die Bibel spricht von der Bestimmung eines Menschen, der mit und durch Jesus Christus lebt, ist Lob zu leben: Denn ein Lobpreis seiner Herrlichkeit sollen wir sein – wir alle, die wir durch Christus von Hoffnung erfüllt sind! (Epheser 1, 12)
Lob leben als Christ, wie sieht das aus? Realistisch sein in Bezug auf die Herkunft, den unverdienten Stand und die großartige Zukunft: aus einem Leben ohne Gott, das „geistlich tot“ heißt, egal wie fromm man aufgewachsen ist; unverdient geadelt zu einem Kind Gottes durch die Annahme des persönlichen Liebesangebotes Gottes in Jesus Christus; und gemeinsam unterwegs mit anderen Christen mit dem Ziel, ein Leben zu führen, das Gott lobt, ihm gefällt und Ehre bereitet. Und in der Hoffnung auf ein ewiges Leben in seiner Herrlichkeit.
Lebst Du mit? Christ sein heißt, ein Aushängeschild Gottes zu sein. Und ein Hinweisschild auf den Schöpfer, Erretter und Vollender. Auf die Liebe Gottes in Person: Jesus Christus. Lobst Du mit?
Pastor Artur Wiebe